Passwort zurücksetzen

Personen
Erwachsene
Ab 13 Jahren
0
Kinder
2 bis 12 Jahre
0
Kleinkinder
Unter 2 Jahren
0
Schließen

0 EUR zu 25.000 EUR

Ihre Suchergebnisse
13/10/2026

Medes-Inseln mit dem Boot ab Palamós: An einem Tag machbar?

Ja, Sie können mit dem Boot ab Palamós zu den Medes-Inseln (Illes Medes) fahren und am selben Tag zurückkehren – aber nicht mit jedem Boot und nicht bei jedem Seegang. Es sind etwa 14,5 Seemeilen pro Strecke, mehr als dreimal so weit wie bis Llafranc, und vor Ort erwartet Sie ein Meeresschutzgebiet mit eigenen Regeln: Ankern ist verboten, man macht an kostenpflichtigen Bojen fest, und Angeln ist nicht erlaubt. Das sollten Sie wissen, bevor Sie sich entscheiden. Alle Boote, die wir anbieten, starten in Port Marina Palamós.

Wie lange die Fahrt dauert

Der offizielle Hafenführer der Costa Brava nennt 14,5 Seemeilen zwischen Marina Palamós und dem Hafen von L’Estartit, gegenüber den Inseln. Das ist eine Schätzung für den direktesten Kurs; entlang der Küste ist es ähnlich weit, nach unserer groben Berechnung etwa 14 Seemeilen.

  • Mit Motorboot oder RIB bei 15–20 Knoten: zwischen 45 Minuten und einer Stunde pro Strecke, bei ruhiger See.
  • Mit Llaüt oder Segelboot bei 5–6 Knoten: zweieinhalb bis drei Stunden pro Strecke.

Hin und zurück sind es etwa 29 Seemeilen. Bei Motorbooten wird der Treibstoff meist extra bezahlt, und diese Route verbraucht deutlich mehr als eine Runde durch die nahen Buchten.

Route und Wetter

Es geht nach Norden, vorbei an Calella, Llafranc, Tamariu und Aiguablava. Hinter dem Cap de Begur öffnet sich der Golf von Pals mit der Mündung des Ter, und im Hintergrund erscheinen der Montgrí und die Inseln. Der Hafenführer rät, von der Flussmündung gut Abstand zu halten, weil der Grund unerwartet ansteigen kann.

Dieser Abschnitt ist der ungeschützteste: Zwischen dem Hafen von Aiguablava und dem von L’Estartit liegen etwa 7,4 Seemeilen mit wenigen Buchten, in denen man Schutz findet. Der Führer warnt, dass sich in der Passage zwischen den Inseln und der Küste bei Nordwind Seegang aufbaut, und im Sommer setzt ab Mittag meist der Garbí (Südwestbrise) ein – die Rückfahrt nach Süden wird also unruhiger als die Hinfahrt. Wählen Sie einen Tag mit ruhiger See und ohne Tramontana (kalter Nordwind), fahren Sie früh am Morgen los und treten Sie die Rückfahrt rechtzeitig an. Mehr dazu in unserem Ratgeber zum Wind an der Costa Brava.

Welchen Führerschein Sie brauchen

Seit dem 1. Oktober 2026 brauchen Sie mindestens die Licencia de Navegación (den einfachsten spanischen Bootsführerschein), um ein Mietboot zu fahren, und manche Boote verlangen mehr. Für die Medes-Inseln zählt die Entfernung ebenso viel wie der Schein:

  • Licencia de Navegación. Boote bis 6 Meter, nur tagsüber und höchstens 2 Seemeilen von einem Hafen, einer Marina oder einem Schutzplatz entfernt. Bei mehr als 7 Seemeilen zwischen zwei Häfen empfehlen wir diese Tour mit diesem Schein nicht.
  • PNB. Motorboote bis 8 Meter und bis 5 Seemeilen von einem Hafen, einer Marina oder einem Schutzplatz. Entlang der Küste, mit den Häfen von Llafranc, Aiguablava und L’Estartit, wären Sie nach unserer groben Berechnung nie mehr als etwa 4 Seemeilen von einem davon entfernt. Sprechen Sie die Tour trotzdem vor der Buchung mit uns ab.
  • PER oder höher. Bis 12 Seemeilen vor der Küste: Die Entfernung ist dann kein Problem mehr.
  • Ohne Führerschein. Mit Skipper, der zudem die Gegend und die Bojen kennt.

Wenn Ihr Schein aus einem anderen Land des Europäischen Wirtschaftsraums oder aus dem Vereinigten Königreich stammt, wird er in der Regel anerkannt; klären Sie das vor der Buchung mit uns. Mehr dazu im Ratgeber zu Bootsführerscheinen.

Welche Boote sinnvoll sind

Sie brauchen Tempo und ein Boot, das auch bei etwas Welle komfortabel bleibt. Ab-Preise pro Boot und Tag, inklusive Mehrwertsteuer, im Juli und August höher:

  • Mit Skipper: die Gozzo Positano 32 Open (12 Plätze, 2 x 250 PS, ab 1.199 €) oder die Jeanneau Cap Camarat 12.5 WA (12 Plätze, 3 x 300 PS, ab 1.704 €). Die Yachten Absolute 45 und Sunseeker Camargue 50 fahren immer mit Skipper.
  • Mit PNB oder mit Skipper: die Jeanneau Cap Camarat 9.0 CC (11 Plätze, 2 x 200 PS, ab 764 €), die 9.0 WA (10 Plätze, ab 784 €) oder das RIB Salpa Soleil 28 (12 Plätze, 2 x 200 PS, ab 742 €).
  • Für einen anderen Tag: Llaüts (traditionelle Mittelmeerboote), Elektro-Llaüts und kleine Boote wie die Remus 450. Ideal für die nahen Buchten, nicht für 29 Seemeilen.

Die Regeln des Meeresschutzgebiets

Die Medes-Inseln, sieben Inselchen und mehrere Klippen vor L’Estartit, gehören zum Parc Natural del Montgrí, les Illes Medes i el Baix Ter, der durch das Gesetz Ley 15/2010 der Generalitat (der katalanischen Regierung) geschaffen wurde. Das Meer um die Inseln ist ein marines Teilschutzgebiet mit einer umgebenden Schutzzone, die Inseln selbst sind ein Vollschutzgebiet. Laut den Vorschriften des Naturparks gilt:

  • Kein Ankern. Im Schutzgebiet ist Ankern verboten; man macht nur an den dafür vorgesehenen Bojen fest.
  • Höchstens 3 Knoten im Schutzgebiet und in weniger als 200 Metern Abstand zur Küste in der umgebenden Schutzzone.
  • Nur tagsüber. Zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang sind keine Aktivitäten erlaubt, auch keine Übernachtung.
  • Angeln. Im Schutzgebiet ist es verboten, ebenso wie das Mitführen von Angelgerät an Bord. In der umgebenden Schutzzone ist nur eine Angelrute pro Lizenz erlaubt, Unterwasserjagd nicht.
  • Kein Anlanden. Die Inseln dürfen nur mit Genehmigung des Naturparks betreten werden.

Die Festmachebojen

Sie werden vom Naturpark verwaltet und sind kostenpflichtig: rot oder orange für Boote bis 9 Meter, weiß für Boote von 9 bis 16 Metern. Bezahlt wird pro halben Tag – von Sonnenaufgang bis 14:00 Uhr oder von 14:00 Uhr bis Sonnenuntergang – direkt an der Boje bei einem Kontrollboot und nur mit Karte. Laut den Yachtclubs der Gegend beträgt der Tarif 2026 8,35 € pro halben Tag an den Bojen bis 9 Meter und 12,55 € an den weißen Bojen, mit Überwachung und Kassierung von April bis Oktober. Bezahlen garantiert keinen Platz: Im Hochsommer kann es sein, dass keine Boje frei ist, und Ankern ist keine Alternative.

Baden und Tauchen

Von der Boje aus dürfen Sie baden, aber ohne Flossen, Neoprenanzug, Bleigurt oder Tauchausrüstung. Zum Tauchen im Schutzgebiet brauchen Sie eine gebührenpflichtige Lizenz des Naturparks; üblicherweise taucht man mit einem zugelassenen Tauchzentrum in L’Estartit. Diese Regeln stammen aus dem Verwaltungsplan von 2008, geändert 2017, und können sich ändern: Prüfen Sie vor der Fahrt die Website des Naturparks.

Alternativen näher an Palamós

Häufige Fragen

Kann man mit einem Llaüt zu den Medes-Inseln fahren?

Wir empfehlen es nicht: Es sind zweieinhalb bis drei Stunden pro Strecke, und der letzte Abschnitt ist der ungeschützteste. Mit einem Llaüt genießt man die Formigues oder die nahen Buchten mehr.

Darf man bei den Medes-Inseln ankern?

Nein. Im Meeresschutzgebiet darf man nur an den Bojen des Naturparks festmachen, die pro halben Tag bezahlt werden.

Darf man auf die Inseln gehen?

Nicht ohne Genehmigung des Naturparks. Üblich ist es, an einer Boje festzumachen, zu baden und die Inseln vom Wasser aus zu betrachten.

Kann ich ohne Führerschein hinfahren?

Ja, mit Skipper. Mehrere große Motorboote werden mit oder ohne Skipper vermietet, und einige Boote fahren immer mit Skipper.

Wenn Sie zu den Medes-Inseln möchten, nennen Sie uns über die Kontaktseite das Datum, die Personenzahl und Ihren Bootsführerschein, und wir schlagen Ihnen je nach Wettervorhersage ein Boot vor.

Teilen