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13/10/2026

Vom Meer aus zwischen Palamós und Begur: Leuchttürme, Burgen und Türme

Zwischen Palamós und Begur bewahrt die Küste mehr als 2.500 Jahre Geschichte, und vieles davon sieht man vom Wasser aus besser: iberische Siedlungen auf den Kaps, eine mittelalterliche Burg, aus der ein Gutshof wurde, Wachtürme gegen Piraten und Leuchttürme, die noch heute den Seeleuten den Weg weisen. Hier ist die Route von Süden nach Norden, so wie sie sich Ihnen beim Auslaufen aus Port Marina Palamós zeigt.

Die Route von Süden nach Norden

Palamós und der Leuchtturm der Punta del Molí

Beim Auslaufen passieren Sie den Leuchtturm von Palamós, der Punta del Molí heißt, weil er früher an einem abgelegenen Ort mit einer Windmühle stand; heute liegt er mitten in der Stadt. 1277 kaufte König Pere II. der Große die Burg Sant Esteve de Mar mit ihrem Gebiet und gründete hier Hafen und Ort.

Die Burg Sant Esteve de Mar

Nach der Landspitze erscheint La Fosca und auf der Steilküste, die sie von der Cala s’Alguer trennt, das, was von der Burg übrig ist. Sie wird 1063 erstmals erwähnt, doch davor gab es dort eine römische Villa und eine iberische Siedlung. Im Remença-Krieg, einem Bauernaufstand im 15. Jahrhundert, wurde sie fast völlig zerstört, und im 16. und 17. Jahrhundert entstand aus einem Teil ihrer Mauern ein Gutshof, der auch dazu diente, nach herannahenden Piraten Ausschau zu halten.

Die Fischerhütten der Cala s’Alguer

Die Fischerhäuschen von s’Alguer, als Bien Cultural de Interés Nacional (Kulturgut von nationalem Interesse) geschützt, machen diese Bucht laut dem offiziellen Hafenführer zu einer der ungewöhnlichsten der Küste. Wir beschreiben sie in der Buchtenroute ab Palamós.

Die iberische Siedlung von Castell

Auf dem Vorgebirge, das den Strand von Castell im Norden abschließt, liegen die Reste einer Siedlung der Indigeten. Sie begann um das 6. Jahrhundert vor Christus mit einigen wenigen Hütten, erlebte ihre Blütezeit im 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. als befestigte Anlage mit Terrassenhäusern und wurde ab dem 1. Jahrhundert nach Christus verlassen. Sie ist als Bien Cultural de Interés Nacional geschützt.

Cap Roig und seine Gärten

Hinter Castell beginnt das Schutzgebiet Castell–Cap Roig mit rötlichen Klippen und Pinien. Oben auf dem Cap Roig liegen das Schloss und die Gärten, die der russische Oberst Nicolai Woevodsky und die englische Aristokratin Dorothy Webster ab 1927 anlegten: rund 20 Hektar mit etwa 800 Pflanzenarten, die heute von der Fundació „la Caixa“ gepflegt werden und wo jeden Sommer das Festival de Cap Roig stattfindet.

Die Illes Formigues und ihr Leuchtturm

Knapp eine Seemeile vor der Küste, gegenüber den Landspitzen von Castell und Cap de Planes, ragen vier Inselchen und zwölf Klippen fast ohne Bewuchs aus dem Wasser. Auf der Formiga Gran steht ein Leuchtturm mit weißem Blitzfeuer, das laut dem Hafenführer sechs Seemeilen weit reicht. Hier fand 1285 die Seeschlacht bei den Formigues statt: Die Flotte der Krone von Aragón unter Roger de Llúria stoppte nachts die französisch-genuesische Flotte Philipps III. von Frankreich. Laut demselben Führer zündete man auf den Inselchen Feuer an, um mehr Schiffe vorzutäuschen. Mehr dazu beim Ausflug zu den Formigues.

Calella de Palafrugell und Les Voltes

Calella erkennt man sofort: Boote, die auf den Sand gezogen sind, weiße Häuser und der Kirchturm zwischen roten Dächern. Gegenüber dem Strand Port Bo liegen Les Voltes, vier weiße Gebäude mit zum Meer offenen Arkaden, unter denen die Fischer ihren Fang versteigerten und ihre Netze flickten. Das Viertel entstand im 18. Jahrhundert und ist als Bien Cultural de Interés Nacional geschützt.

Llafranc und das Ensemble von Sant Sebastià

Llafranc mit seinem Sporthafen liegt geschützt unterhalb des Kaps von Sant Sebastià. Oben treffen mehrere Epochen aufeinander:

  • Eine iberische Siedlung der Indigeten, bewohnt zwischen dem 5. und 2. Jahrhundert vor Christus.
  • Ein Wachturm aus dem 15. Jahrhundert, etwa 165 Meter über dem Meer, errichtet gegen Korsaren und Piraten.
  • Eine Einsiedelei und eine Herberge vom Anfang des 18. Jahrhunderts, Ergebnis eines Gelübdes von Palafrugell nach der Pest von 1650.
  • Der Leuchtturm, 1857 in Betrieb genommen. Die Gemeinde Palafrugell bezeichnet ihn als den stärksten der katalanischen Küste.

Die Route bis hierher finden Sie unter Calella und Llafranc mit dem Boot.

Tamariu und die Cova d’en Gispert

Nach dem Leuchtturm kommen bis Tamariu keine Orte mehr, einer kleinen Bucht, die durch ihr hohes Nordufer vor der Tramontana (kalter Nordwind) geschützt ist. Weiter nördlich liegen Aigua Xelida, eine Felsspalte zwischen steilen Wänden, und die rund 150 Meter lange Cova d’en Gispert, laut dem Hafenführer die längste Meereshöhle der Costa Brava; man besucht sie mit dem Kajak, nicht mit dem Boot. Diesen Abschnitt beschreiben wir unter Palafrugell und Tamariu mit dem Boot.

Aiguablava und der Parador

In Aiguablava beginnt die Küste von Begur. Auf der Steilküste der Punta d’es Mut, zwischen Pinien und mit Blick auf den Strand, steht der Parador de Aiguablava. Neben der Bucht hat der Ortsteil Fornells einen kleinen Hafen für Boote bis 5,5 Meter.

Cap de Begur und die versteckte Burg

Das rund hundert Meter hohe Cap de Begur mit einer Antenne auf dem Gipfel ist von Weitem zu erkennen; der Führer nennt es zusammen mit dem Leuchtturm von Sant Sebastià als wichtigste Orientierungsmarke für diesen Abschnitt. Den Ort Begur selbst sieht man vom Meer aus dagegen nicht: Er liegt auf etwa 200 Metern Höhe hinter dem Burghügel, der ihn zum Schutz vor Piraten vor der Küste verbirgt. Die Burg, seit dem 11. Jahrhundert belegt, wurde 1468 und 1694 von französischen Truppen zerstört, und das wenige, was noch stand, wurde 1810 im Franzosenkrieg gesprengt. Die fünf Wehrtürme aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die der Ort noch besitzt, sieht man nur, wenn man über Land hinaufgeht. Die Buchten der Gegend finden Sie unter Begur mit dem Boot.

Entfernungen, Fahrzeiten und Boot

  • Illes Formigues: etwa 2,5 Seemeilen.
  • Llafranc: 4,5 Seemeilen, laut dem Hafenführer.
  • Tamariu: etwa 6 Seemeilen.
  • Aiguablava: etwa 7,3 Seemeilen.

Mit dem Motorboot bei 15–20 Knoten erreichen Sie Aiguablava ohne Stopps in etwa 20–30 Minuten; mit Stopps wird daraus ein Tagesausflug. Mit einem Llaüt (traditionelles Mittelmeerboot) bei 5–6 Knoten dauert allein die Hinfahrt knapp anderthalb Stunden.

Bis nach Begur fahren Sie die Nuva M6 Open (8 Plätze, 150 PS) mit der Licencia de Navegación (dem einfachsten spanischen Bootsführerschein), ab 362 € pro Tag; für Gruppen bis 11 Personen die Jeanneau Cap Camarat 9.0 CC, mit oder ohne Skipper, ab 764 €. Bis Calella kostet ein Llaüt wie die Majoni 30 „Capvesprol“, Treibstoff inklusive, ab 220 €. Preise pro Boot, inklusive Mehrwertsteuer, im Juli und August höher; bei Motorbooten wird der Treibstoff meist extra berechnet.

Seit dem 1. Oktober 2026 brauchen Sie mindestens die Licencia de Navegación, um ein Mietboot selbst zu fahren, und manche Boote verlangen mehr. Wenn Ihr Schein aus einem anderen Land des Europäischen Wirtschaftsraums oder aus dem Vereinigten Königreich stammt, wird er in der Regel anerkannt; klären Sie das vor der Buchung mit uns. Ohne Führerschein fahren Sie mit Skipper.

Häufige Fragen

Kann man an Land gehen, um die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen?

Üblich ist es, sie vom Wasser aus zu betrachten und vor Anker auf Sand zu baden, nie auf Neptungras (Posidonia). Die Sehenswürdigkeiten besichtigt man besser über Land. Wenn Sie anlanden möchten, fragen Sie uns vorher.

Geht das auch mit einem Llaüt?

Bis Calella und Llafranc ja: knapp eine Stunde pro Strecke. Bis Begur verbringen Sie den Tag fast nur mit Fahren.

Welchen Wind sollte man meiden?

Tramontana und Levante (Ostwind) machen diesen Abschnitt ungemütlich. Im Sommer setzt ab Mittag meist der Garbí (Südwestbrise) ein, und die Rückfahrt nach Palamós ist unruhiger als die Hinfahrt.

Nennen Sie uns über die Kontaktseite Ihren Wunschtag und die Personenzahl, und wir schlagen Ihnen Boot und Route vor.

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