Passwort zurücksetzen

Personen
Erwachsene
Ab 13 Jahren
0
Kinder
2 bis 12 Jahre
0
Kleinkinder
Unter 2 Jahren
0
Schließen

0 EUR zu 25.000 EUR

Ihre Suchergebnisse
13/10/2026

Tramontana, Levante und Garbí: Wann Sie an der Costa Brava mit dem Boot rausfahren

An der Costa Brava bestimmt der Wind die Route mehr als die Uhr. Tramontana, Levante und Garbí sind die drei Namen, die Sie im Hafen am häufigsten hören werden, und jeder verändert den Tag auf seine eigene Weise. Hier erklären wir, was jeder Wind bewirkt, wie er sich auf Ausfahrten ab Palamós nach Norden oder Süden auswirkt, wo Sie den Wetterbericht finden und was mit Ihrer Buchung passiert, wenn das Wetter nicht mitspielt.

Die Winde beim Namen genannt

Winde werden nach der Richtung benannt, aus der sie wehen. An dieser Küste verwendet man die traditionelle Windrose:

  • Tramontana: aus Norden.
  • Gregal: aus Nordosten.
  • Levante: aus Osten.
  • Xaloc: aus Südosten, warm und feucht, bringt oft Dünung.
  • Migjorn: aus Süden.
  • Garbí: aus Südwesten.
  • Ponent: aus Westen.
  • Mestral: aus Nordwesten.

Das offizielle Buchten- und Hafenhandbuch der Costa Brava fasst es so zusammen: Im Winter dominiert die Tramontana, die tagelang kräftig wehen kann, im Sommer der Garbí, eine Brise aus Südwest, die ab Mittag einsetzt. Dazu kommt der Levante, der die Stürme bringt.

Tramontana: der Nordwind

Ein kalter, trockener Wind, der im Norden, im Empordà und am Cap de Creus, am stärksten weht. Er kann bei völlig klarem Himmel Windstärke 8 oder mehr erreichen – und genau darin liegt seine Tücke: Weil er vom Land her weht, wirkt das Meer in Ufernähe ruhig, doch je weiter Sie sich von der Küste entfernen, desto mehr Welle baut sich auf.

Was das für eine Ausfahrt ab Palamós bedeutet:

  • Die Bucht von Palamós ist vor der Welle geschützt, die die Tramontana aufwirft, nicht aber vor dem Wind. Glattes Wasser im Hafen heißt nicht, dass es draußen genauso ist.
  • Nach Süden hin verliert die Tramontana an Kraft; deshalb ist bei diesem Wind die Route nach Platja d’Aro und S’Agaró meist die angenehmste.
  • Entfernen Sie sich nicht von der Küste. Die Überfahrt zu den Formigues oder lange Strecken nach Norden sollten Sie als Erstes streichen.

Levante: der Wind der Dünung

Der Levante kommt aus Osten, vom offenen Meer. Er ist der wichtigste Sturmwind der katalanischen Küste und tritt von Herbst bis Frühjahr häufiger auf. Weil er eine lange Strecke über das Wasser zurücklegt, bringt er Dünung: lange Wellen, die weiter anrollen, auch wenn der Wind schon nachgelassen hat.

  • Nach Osten offene Buchten bekommen die Welle voll ab, und das Ankern dort wird ungemütlich.
  • Das offizielle Handbuch rät davon ab, bei starkem Levante in den Hafen von Llafranc einzulaufen, weil die Einfahrt flach ist.
  • Bei Dünung verliert der Ausflug nach Calella und Llafranc viel von seinem Reiz. Besser ein kurzer Plan oder ein anderer Tag.

Garbí: die Brise der Sommernachmittage

Der Garbí ist der typische Sommerwind: eine thermische Brise aus Südwest, angenehm und frisch, die ab Mittag einsetzt und gegen Abend meist abflaut. Er ist kein Sturmwind, baut aber eine kurze Welle auf, die die Fahrt unruhiger macht.

  • Die Rückfahrt in den Hafen. Die Einfahrt von Port Marina Palamós öffnet sich nach Süden, und das offizielle Handbuch mahnt, beim Einlaufen auf Wind und Welle des Garbí zu achten.
  • Der Kurs. Wenn Sie morgens nach Norden fahren, haben Sie den Garbí am Nachmittag auf dem Rückweg gegen sich. Deshalb fahren Sie am besten zuerst zum entferntesten Punkt und kehren rechtzeitig zurück.
  • Geschützte Buchten. Laut offiziellem Handbuch ist El Golfet unterhalb von Cap Roig ein guter, vor dem Garbí geschützter Ankerplatz auf Sand, ebenso die Cala Pedrosa und, schon in Begur, Aiguafreda und Sa Tuna.

Deshalb schlagen die Pläne der Buchtenroute ab Palamós vor, früh am Morgen loszufahren und die entfernteren Badestopps vormittags einzulegen.

Wo Sie den Wetterbericht finden

Prüfen Sie vor dem Auslaufen, und auch schon am Vorabend, mindestens eine dieser offiziellen Quellen:

  • Meteocat: hat eine eigene Vorhersage für Strände und Wassersport.
  • AEMET: die Seewettervorhersage für Küstengewässer und die Warnungen.
  • Puertos del Estado (PORTUS): Bojendaten sowie Wind- und Wellenmodelle.

Achten Sie auf Richtung und Stärke des Windes, auf die Wellenhöhe und vor allem darauf, wie sich das Ganze im Tagesverlauf entwickelt. Auf einen ruhigen Morgen kann ein unruhiger Nachmittag folgen. Als Richtwert: Im Mittelmeer gibt AEMET die gelbe Küstenwarnung bei Windstärke 7 (rund 50 km/h) oder 3 Meter hohen Wellen aus.

Sicherheitstipps

Es gibt keine Regel, die für alle Boote und alle Crews gleichermaßen gilt. Das Folgende sind vorsichtige Empfehlungen, wie sie Segelschulen für kleine Boote und wenig erfahrene Crews geben:

  • Bis Windstärke 4 (rund 16 Knoten) ist die Fahrt in der Regel angenehm.
  • Bei anhaltender Windstärke 5 (17 bis 21 Knoten) nur mit Erfahrung.
  • Verschieben Sie die Ausfahrt, wenn Wellen ab 2 Metern erwartet werden, wenn eine AEMET-Warnung vorliegt oder wenn Gewitter angekündigt sind. Im Sommer kann ein Gewitter plötzlich kräftige Böen bringen.
  • Frischt der Wind auf, während Sie draußen sind, warten Sie nicht: Kehren Sie früher als geplant zurück oder suchen Sie eine geschützte Bucht.
  • Nehmen Sie das Handy geladen in einem wasserdichten Beutel mit und sagen Sie jemandem an Land, welche Route Sie fahren.

Wenn Sie keine Erfahrung darin haben, das Meer zu lesen, nimmt Ihnen ein Skipper diese Sorge ab: Er wählt die Route nach dem Wind des Tages. Und denken Sie daran, dass Sie ab dem 1. Oktober 2026 mindestens die Licencia de Navegación (den einfachen spanischen Bootsführerschein) brauchen, um ein Mietboot selbst zu fahren.

Was wir bei schlechtem Wetter tun

Wenn Sie sehen, dass der Wetterbericht schwieriger wird, schreiben Sie uns vor der Ausfahrt. Oft genügt es, den Kurs zu ändern – von Norden nach Süden oder umgekehrt – oder früher loszufahren, um den Vormittag zu nutzen.

Ist die Ausfahrt nicht sicher, sind unsere Vertragsbedingungen eindeutig: Raten das Eigentümerunternehmen des Bootes, der Skipper oder die Capitanía Marítima (die spanische Seefahrtsbehörde) aus Sicherheitsgründen von der Ausfahrt ab, bekommen Sie ein neues Datum oder die vollständige Erstattung des gezahlten Betrags angeboten. Auch der Skipper kann die Route ändern oder die Rückkehr vorziehen, wenn die Bedingungen es erfordern.

Häufige Fragen

Um wie viel Uhr setzt der Garbí ein?

Das offizielle Handbuch spricht von »ab Mittag«. Genaue Uhrzeit und Stärke ändern sich von Tag zu Tag, schauen Sie also in die stündliche Vorhersage.

Kann man bei Tramontana rausfahren?

Das hängt von ihrer Stärke ab. Bei schwacher Tramontana kann eine kurze Route nach Süden dicht an der Küste gut funktionieren. Bei starker Tramontana bleibt man vernünftigerweise im Hafen.

Wer entscheidet, ob ausgelaufen wird?

Sie können uns jederzeit fragen, aber die endgültige Entscheidung aus Sicherheitsgründen treffen das Eigentümerunternehmen des Bootes, der Skipper oder die Capitanía Marítima. Raten sie von der Ausfahrt ab, verlieren Sie Ihr Geld nicht.

Welche Route passt zu welchem Wind?

Bei Tramontana nach Süden. Bei Garbí früh los und rechtzeitig zurück, bevor er auffrischt. Bei Levante und Dünung ein kurzer Plan oder ein anderer Tag.

Sie haben ein Datum gebucht und sind wegen des Wetterberichts unsicher? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite, und wir schauen es uns gemeinsam mit Ihnen an.

Teilen